Mehr Teilhabe in den Rathäusern

Der Rat der Stadt Salzgitter hat unserem gemeinsamen Änderungsantrag 4719/18 mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zugestimmt. Damit wird nun geprüft, ob in den Rathäusern Lebenstedt und Salzgitter-Bad ein Orientierungs- und Begleitdienst eingerichtet werden kann.

Ausgangspunkt war der Antrag der Ratsgruppe Grüne/Die PARTEI zur Prüfung der App MindTags. Die Idee dahinter war bereits richtig: Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen sich in städtischen Gebäuden besser und eigenständig zurechtfinden können. Es war uns jedoch wichtig, den Blick zu erweitern. Technische Lösungen können hilfreich sein und sollen möglich sein. Der Zugang zu den Leistungen unserer Verwaltung muss aber für alle Menschen verbessert werden, auch für diejenigen, die keine passende Technik nutzen, keine digitalen Routinen haben oder aus anderen Gründen Unterstützung benötigen.

Mit dem gemeinsamen Änderungsantrag ist es gelungen, diesen Gedanken breit aufzustellen. Ein solcher Orientierungs- und Begleitdienst kann blinde und sehbeeinträchtigte Menschen ebenso unterstützen wie ältere Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Bürgerinnen und Bürger, die sich in den Verwaltungsgebäuden nicht gut zurechtfinden. Dieser beschlossene Antrag ermöglicht eine vielgestaltige Unterstützung aller Personen, die die Leistungen unserer Verwaltungen beanspruchen möchten.

Wir freuen uns über diese Entscheidung. Sie ist ein konkreter Schritt hin zu einer bürgernäheren Verwaltung und zu mehr Teilhabe im Alltag. Barrierearmut beginnt dort, wo Menschen öffentliche Angebote tatsächlich erreichen und nutzen können. Genau daran muss sich auch die Stadt Salzgitter messen lassen.

Ratssitzung vom 30.06.2026: Te…